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Drei Pigmenttypen im direkten Vergleich — Sommersprossen, Melasma und PIH am selben Gesicht in nebeneinander gestellten Bildausschnitten
PigmentfleckenMelasmaHautanalyse

Melasma, Sommersprossen oder PIH? So unterscheiden Sie Ihre Pigmentstörung

Maryam SaadatmandMaryam Saadatmand·5. Mai 2026·4 Min. Lesezeit

Pigmentflecken werden in der Beratung oft als ein Thema angesprochen — fachlich gibt es jedoch drei sehr unterschiedliche Typen, die unterschiedliche Behandlungen brauchen. Wer eine "stärkere" Behandlung wählt, ohne den richtigen Pigmenttyp zu kennen, kann das Hautbild im schlechtesten Fall verschlechtern. Dieser Leitfaden hilft dabei, den eigenen Typ einzuordnen — und die richtige Behandlung zu wählen.

Kurz gesagt:

  • Drei Pigmenttypen: Melasma (hormonell), Sommersprossen/Lentigines (genetisch oder Sonne), PIH (nach Entzündungen)
  • Bei Melasma kein Microneedling — kann die Pigmentierung weiter ausbreiten
  • Bei aktiver Akne ausschließlich Detox Purifying — keine invasiven Behandlungen
  • Sonnenschutz ist die wichtigste Einzelmaßnahme bei allen drei Typen
  • In der Beratung & Hautanalyse klären wir den Pigmenttyp vor jeder Behandlung

Melasma: hormonell bedingte Pigmentierung

Wie sieht es aus? Melasma zeigt sich als symmetrische, fleckige Verfärbungen — meist gleichzeitig auf beiden Wangen, Stirn und Oberlippe. Die Ränder sind unscharf, die Flächen größer als bei klassischen Pigmentflecken. Farbe: bräunlich oder gräulich-braun.

Wodurch entsteht es? Melasma ist eine hormonell ausgelöste Hyperaktivität der Melanozyten — der pigmentbildenden Zellen. Typische Auslöser sind Schwangerschaft (deshalb manchmal "Schwangerschaftsmaske" genannt), Anti-Baby-Pille, Hormonersatztherapie oder hormonelle Schwankungen. Verstärkt wird Melasma durch UV-Licht, Hitze und — was viele unterschätzen — Blaulicht von Bildschirmen.

Was hilft? Sanftes oberflächliches Peeling, Niacinamid- und milde Azelainsäure-Pflege, hochwertiger physikalischer Sonnenschutz. Die wichtigste Einzelmaßnahme ist konsequenter Sonnenschutz: ohne ihn wirkt keine Behandlung nachhaltig. Brightening Care in der angepassten, sanften Variante ist hier sinnvoll.

Was hilft nicht — oder verschlechtert sogar? Microneedling ist bei Melasma kontraindiziert. Die kontrollierten Mikroverletzungen können bei hormonell überaktiven Pigmentzellen die Verfärbung weiter im Gesicht ausbreiten. Auch intensive Säure-Peelings in der aktiven Phase und Laser ohne ärztliche Begleitung sind problematisch.

Sommersprossen und Lentigines: genetisch oder durch Sonne

Wie sehen sie aus? Kleine bräunliche Flecken im Gesicht, auf Schultern und Handrücken. Sommersprossen (Ephelides) treten oft seit der Kindheit auf, sind klar abgegrenzt und werden im Winter heller, im Sommer wieder dunkler. Lentigines ("Altersflecken") entstehen durch jahrelange UV-Exposition, sind etwas größer, gleichmäßiger pigmentiert und meist permanent.

Wodurch entstehen sie? Sommersprossen sind genetisch — Menschen mit hellem Hauttyp neigen besonders dazu. Lentigines entwickeln sich durch kumulative Sonneneinwirkung über Jahre.

Was hilft? Brightening-Seren mit Vitamin C oder Arbutin, sanftes oberflächliches Peeling, hochwertiger Sonnenschutz. Bei einzelnen, hartnäckigen Lentigines ist eine gezielte Plasma-Pen-Behandlung möglich — punktuelle Verdampfung des pigmentierten Gewebes. Auch Microneedling (Bright Face) ist bei diesem Pigmenttyp — anders als bei Melasma — geeignet, weil keine hormonelle Komponente die Pigmentierung verstärkt.

Wichtiger Hinweis: Lentigines können in seltenen Fällen mit Hautveränderungen verwechselt werden, die ärztlich abgeklärt werden sollten. Ungewöhnlich schnell wachsende, asymmetrische oder verfärbte Stellen gehören in die hautärztliche Praxis.

PIH: Hyperpigmentierung nach Entzündungen

Wie sieht es aus? Dunkle, klar lokalisierte Flecken an Stellen, an denen zuvor eine Entzündung saß — typischerweise auf abgeheilten Akne-Stellen, Wunden, nach Verbrennungen oder Laser-Behandlungen. Farbe und Tiefe variieren stark mit dem Hauttyp.

Wodurch entsteht es? Während der Entzündungsphase aktiviert die Haut die Melaninproduktion zum Schutz und zur Reparatur. Nach Abheilung bleibt das Pigment teilweise sichtbar. In dunkleren Hauttypen (Phototyp 4–6) ist PIH ausgeprägter und kann Monate bis Jahre dauern.

Was hilft? Milde Peelings, Vitamin C, Azelainsäure, Tranexamsäure, leichte Retinol-Pflege, gute Hydration. Wichtig: Manipulation der ursprünglichen Entzündung (Quetschen, Kratzen) verschlimmert PIH erheblich.

Wichtig bei Akne-Patienten: Während aktiver Akne führen wir ausschließlich Detox Purifying durch. Microneedling, RF und Plasma-Therapy auf entzündeter Haut können Bakterien verteilen und Entzündungen reaktivieren. Erst wenn die Akne abgeklungen ist und nur noch Marks zurückbleiben, sind weiterführende Behandlungen wie Brightening Care oder gezielte Pigmentflecken-Plasma sinnvoll.

Schnelle Diagnostik: welcher Typ liegt vor?

FrageHinweis auf…
Symmetrisch auf beiden Wangen?Melasma
Nach Schwangerschaft / Pille entstanden?Melasma
Klar abgegrenzte, kleine Flecken?Sommersprossen oder Lentigines
In der Kindheit schon vorhanden?Sommersprossen
Auf abgeheilten Akne-Stellen?PIH
Wird im Winter heller?Sommersprossen (selten Melasma)
Im darkeren Hauttyp ausgeprägt?PIH
Wandert über das Gesicht?Melasma (hormonelle Komponente)

Diese Tabelle ersetzt keine Hautanalyse, gibt aber eine Orientierung. In der Beratung & Hautanalyse klären wir den Typ und legen einen passenden Behandlungsplan fest.

Was alle drei Typen gemeinsam haben

Drei Konstanten gelten unabhängig vom Pigmenttyp:

  1. Sonnenschutz täglich — physikalischer Filter mit SPF 30–50, auch im Winter und in der Wohnung. UV-Licht verstärkt jede Form von Pigmentierung.
  2. Geduld — Pigmentbehandlungen wirken langsam. Erste Veränderungen brauchen Wochen, sichtbare Resultate Monate.
  3. Konsequente Pflege — eine einzelne Behandlung reicht selten. Eine Serie von 4–6 Sitzungen plus passende Heimpflege ist die Regel.

Wann Sie zur Hautärztin gehen sollten

Pigmentstörungen sind kosmetisch behandelbar, aber einige Befunde gehören in die ärztliche Praxis:

  • Asymmetrische, schnell wachsende oder farbverändernde Stellen
  • Stellen, die jucken, bluten oder krustig werden
  • Pigmentveränderungen unter Medikamenten (z. B. bestimmte Antidepressiva, Photosensibilisierer)
  • Sehr ausgeprägtes Melasma, das auf kosmetische Behandlung nicht anspricht

Wir prüfen in der Beratung, ob eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist, bevor wir behandeln.

Pigmentflecken Frankfurt: Der nächste Schritt

Pigmentstörungen lassen sich behandeln — aber nur, wenn die richtige Diagnose am Anfang steht. In unserem Studio in Frankfurt am Main beginnen wir jede Pigmentbehandlung mit einer Hautanalyse, klären Pigmenttyp und Hautzustand und legen einen Plan fest, der zu Ihrer Haut passt — nicht zu einer Standardbehandlung. Buchen Sie Ihren Termin und lassen Sie uns gemeinsam das richtige Programm wählen.

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Häufige Fragen

Melasma zeigt sich als symmetrische, fleckige Verfärbungen — meist auf beiden Wangen, Stirn und Oberlippe gleichzeitig, mit unscharfen Rändern. Sommersprossen und Lentigines sind kleiner, klar abgegrenzt und liegen unregelmäßig verteilt. Wenn die Pigmentierung nach Schwangerschaft, Pille oder hormonellen Schwankungen entstanden ist, spricht das stark für Melasma.

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